Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der MedExplain OG (nachfolgend „Anbieter“) und Unternehmern im Sinn des § 1 UGB (nachfolgend „Kunde“), die die Bereitstellung, Nutzung oder Lizenzierung medizinischer Informationsvideos und/oder die Nutzung der dazugehörigen Software des Anbieters (SaaS) zum Gegenstand haben.
Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt deren Geltung ausdrücklich und schriftlich zu; dies gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis solcher Bedingungen Leistungen erbringt oder Zahlungen entgegennimmt.
Vertragsbestandteil sind in folgender Rangfolge: (i) das Angebot bzw der Produktschein des Anbieters samt Leistungsbeschreibung und Preisen, (ii) allfällige individuelle Zusatzvereinbarungen, (iii) – sofern erforderlich – eine gesonderte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art 28 DSGVO, und (iv) diese AGB.
Begriffe in diesen AGB haben folgende Bedeutung:
- a) „Software“ ist die vom Anbieter betriebene Plattform, über die Videos ausgewählt, versendet, bereitgestellt und technisch protokolliert werden können.
- b) „Standardvideos“ sind vorproduzierte oder vom Anbieter zur allgemeinen Nutzung erstellte Informationsvideos, die der Kunde aus einer Bibliothek auswählt oder die vom Anbieter als Standardvideo in die Bibliothek aufgenommen werden. Wird auf Anregung oder Anfrage des Kunden ein weiteres Standardvideo erstellt, begründet dies, sofern nicht ausdrücklich schriftlich ein Individuelles Erklärvideo vereinbart wurde, kein ausschließliches oder individuelles Nutzungsrecht des Kunden.
- c) „Individuelles Video“ ist ein Video, das vom Anbieter auf Grundlage eines kundenspezifischen Auftrags individuell für den jeweiligen Kunden erstellt und im Angebot/Produktschein oder in einer Zusatzvereinbarung ausdrücklich als „Individuelles Erklärvideo“ bezeichnet wird.
- d) „Empfänger“ ist die Person, an die der Kunde einen Link oder Zugriff auf ein Video über die Software versendet (zB Patient).
- e) „Protokolldaten“ sind rein technische Ereignisdaten (zB Versandzeitpunkt, Abrufzeitpunkt, Status „abgerufen/nicht abgerufen“, technische Fehlercodes), die die Software im Rahmen des technischen Betriebs erzeugt.
- f) „Personenbezogene Daten“ sind Daten im Sinn der DSGVO, insbesondere Name und E-Mail-Adresse von Empfängern sowie sonstige Daten, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.